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zurück - Leseprobe - Rezensionen - weitere Bücher von Pawel Degris


ISBN 978-3-940640-76-5

Schatten der Seele (Roman)
& Mir ist in meiner Tiefe (Gedichte)


von Pawel Degris
DIN A 5, ca. 126 Seiten.
Preis: 9.90 Euro
*inkl. Mwst. zzgl. Versandkosten
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Leseprobe aus "Schatten der Seele":

Vor dem schmiedeeisernen Tor stand ein großer Volvo. Veronica trat neugierig heran und öffnete das schwere Tor.
„Guten Tag, Sie sind sicher, Herr Maree?“, fragte sie, an den Mann hinter dem Steuer des Kombis gerichtet.
„Maree, Thorben Maree.“ 
Der Besucher fuhr zunächst sein Fahrzeug in den Hof, dann stieg er aus und wandte sich Veronica zu.
Seine dunkle, klangvolle Stimme ließ sie vibrieren: „Es freut mich, Ihre Bekanntschaft zu machen.“
Seine Hand war, wie sie sofort registrierte, Arbeit gewohnt, sein Händedruck war sehr kräftig. Sie blickte in ein markantes Gesicht, ein schmaler Oberlippenbart lief nach Mongolenart bis zur Kinnspitze, seine Augen waren dunkelbraun, fast schwarz und sehr ausdrucksvoll. Ein leiser Schauder lief ihr über den Rücken. Seine Stimme riss sie aus ihren Gedanken.
„Das ist meine Tochter, Tanja, sie ist die Hauptperson.“
„Kastner, eh…Veronica…eh ich meine, Veronica Kastner.“ Die Verlegenheit hatte das Gesicht der Bäuerin rot gefärbt. Sie konnte sich dem Eindruck seiner Persönlichkeit nicht entziehen. „Was hatte der Knecht vor ein paar Minuten gesagt? Manchmal können wir nur reagieren“, dachte sie.
Etwas verschämt hauchte sie: „Kommen Sie bitte herein! Ich zeige Ihnen Ihr Zimmer, wenn Ihre Tochter sich die Tiere ansehen möchte, dürfen Sie sich gerne umsehen.“
Sein Blick glitt über den Innenhof.
Das Wohngebäude bildete eine der beiden Längsseiten, der ganze Hofbereich war mit Kopfsteinpflaster ausgelegt, quer zu dem Wohngebäude verlief der Stall für Kälber, Rinder und Milchkühe. In der Ecke zwischen Wohnhaus und Stall befand sich ein großer, viereckiger Brunnen, aus dessen Speier sich das kühle Nass plätschernd, auf die Wasserfläche in dem Becken, ergoss.
Dieses Bauwerk erregte die Aufmerksamkeit des Bildhauers.
Die Wände des Beckens waren mit flachen Muschelkalksteinen aus den Feldern der Umgebung verblendet. Der Handwerker hatte dabei ein polygonales Fugenbild erstellt, das die uneingeschränkte Bewunderung des Künstlers fand. In die Mitte der Brunnenwände, hatte der Erbauer versteinerte Muscheln mit eingebaut. Dieser Brunnen war ein echter Blickfang - und er fand das Interesse des Besuchers. Thorben wandte sich wieder an die Frau. „Schön haben Sie es hier, Frau Kastner, Sie müssen mir erlauben den Brunnen und das Tor zu fotografieren. Beides sind ja wahre Meisterwerke.“
Die Augen der Bäuerin hingen ängstlich an dem Gast. Würde ihm die Einfachheit des bäuerlichen Anwesens genügen? Er wirkte so groß, kraftvoll und überlegen. Doch sie fühlte, dass er es ehrlich meinte. Ein bezauberndes Lächeln huschte über ihr hübsches Gesicht.
„Papa!“, das Mädchen zupfte aufgeregt an seiner ärmellosen Lederweste, „guck mal, sieh doch!“, ganz begeistert zeigte es auf eine Ente, die sieben gelbe, flauschige Küken im Gefolge hatte. Wie kleine Softbälle trippelten sie, mit schnellen, zierlichen Schritten, hinter Mama Ente her.
Das Mädchen begeisterte sich für den Entennachwuchs: „Darf ich die mal streicheln?“, wandte sie sich an die Bäuerin.
 „Ja, mein Kind, das darfst du.“ Veronica war von der Freude des Mädchens angenehm berührt.
Tanja lief hinter den Flausche-Bällchen her und ahmte dabei den Watschelgang der Ente nach. Es gelang ihr, eines der Küken zu ergreifen. „Quak, quak!“, zeterte das Tier in Verkennung der Situation. „Oh wie süß!“, piepste das Mädchen und streichelte zärtlich das zappelnde Entenbaby. Da die Entenmutter heftig protestierte, setzte Tanja das Küchlein wieder ab, welches sich eiligst zurück zur schnatternden Familie begab.
Das Mädchen strahlte vor Freude. Das war ein Einstand auf dem Bauernhof, so ganz nach Tanjas Geschmack.

...

 

Leseprobe aus "Mir ist in meiner Tiefe":

Als ich einst lebt´ in Schweden
 
Als ich einst lebt in Schweden,
Da war das Leben gut.
Das Glück war da für jeden,
Er braucht´ nur etwas Mut.
 
Und Mut war mir gegeben,
Vielleicht schon allzu viel,
Für andre bittres Leben,
Das schien mir leichtes Spiel.
 
Ich nahm des Herzogs Mündel,
Gar heimlich aus dem Haus,
Und ritt mit Sack und Bündel,
Zum Tore froh hinaus.
 
Des Morgens kamen Häscher,
Als wir beim Aufbruch schon,
Die bracht´ ich an den Becher,
Und stahl mich still davon.
 
So ging es eine Zeit,
Noch nahm ich nichts so schwer,
Ich liebte meine Maid,
Doch zürnt' der Bischof sehr.
 
Wir waren nicht verbunden,
Von einer Kirche Band,
Doch hatt' ich Glück gefunden,
Durch meiner Liebsten Hand.

Der Bischof ließ uns jagen,
Als Ketzer gegen Gott.
Ihn selbst sollte man fragen,
Mal seinem Schwur zum Spott.
 
Doch schafften wir die Klippe,
Mit unsrer Liebe Kraft.
Entfloh'n der Priestersippe,
Die eifert Jungfernschaft.
 
Als ich einst lebt' in Schweden,
Da war es gut zu jagen.
Das Wild war da für jeden,
Der tut das Waidwerk wagen.

Die Leidenschaft, das Jagen,
Lag mir tief im Blut.
So tat ich denn nicht zagen,
Zu nehmen dieses Gut.  

Den König hat's verdrossen,
Dass wir sein Wild erlegt,
Und dass wir da genossen, 
Wo er mit Müh gehegt. 
 
Drum ließ er uns denn hetzen,
Um uns mit viel Geschick,
Auf einen Block zu setzen,
Dort unterm Henkersstrick.

Doch schmähten wir die Gabe,
Und mieden Henkers Hand,
Nicht wert, war uns das Grabe,
So tauschten wir das Land.
 
Wir kehr'n erst dann nach Schweden,
Wenn man das Gut genießt,
Und kennt das Recht für jeden,
Wenn Freiheit's Saat entsprießt.



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