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Kledasche und Vertreterkluft


von Wolfgang Stell
DIN A 5, ca. 148 Seiten.
Preis: 12.90 Euro
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Leseprobe aus "Kledasche und Vertreterkluft"


Die Schäferhündin wischte sich ihre Tränen ab und winselte zu Doreen. "Ach, die Kleine!" wandte sich dann uns zu: "Ist ja wirklich ein nettes Kind! Aber Sie müssen die Öhrchen mit Pflaster an den Kopf kleben, damit sie später nicht abstehen! Wo ist eigentlich Ihr anderes Kind?" "Wir haben eigentlich nur das eine, nicht wahr Hannah, oder haben wir sonst noch welche?" "Ach, dann war das Ihre Schwester, die zwei Kindchen hat!" "Nein" gab ich zurück, "so viel ich weiß, hat meine Schwester noch gar keine Kinder!" "Nein" bekräftigte meine Mutter, "meine Tochter hat keine Kinder!" "Ach, ist Ihre Tochter nicht verheiratet?" "Nein nein" log Klaus grinsend, "meine Schwester ist noch nicht verheiratet!" "und dann schon zwei Kinder!!" meinte Frau Gastrich mitleidig, "die Arme!" Die Schäferhündin sprach jetzt weiter zu Klaus (der übrigens vor Gesundheit strotzte): "Sie sehen aber schlecht aus, Herr Stell!" "Ja" sagte meine Mutter gelangweilt, "mein Sohn ist schlecht zurecht; er hat Magenschmerzen und leichte Kopfschmerzen!" Aus Frau Gastrich kam es wie der Blitz: "Dann hat der Junge Zucker!!" "Ach, Frau Gastrich!" lächelte meine Mutter nachsichtig. "Doch, Frau Stell, doch! Bei einem Bekannten von mir war das ganz genau so. Der Junge hat Zucker! Da müssen Sie aber aufpassen, Frau Stell, dass er immer die richtige Diät bekommt!" Frau Gastrich zückte ihre Börse, gab meiner Mutier zwei Mark und sagte:
"Kaufen Sie dem Jungen dafür etwas Diätkost!" Zwei Stunden lang ununterbrochen redete Frau Gastrich in dieser Weise, bevor sie sich endlich verabschiedete, aber kaum hatte sich die Tür hinter ihr geschlossen, da klingelte sie wieder an: "Ach, weshalb ich überhaupt gekommen bin" .........und dann erzählte sie uns wieder die ganze Geschichte von der bösen Nachbarin, die sie uns in den zwei Stunden vorher bereits viermal erzählt hatte.
Die Schäferhündin kam dann öfter zu uns und ließ sich von mir Briefe ans Gericht auf der Schreibmaschine schreiben. Das Schreiben war nicht das schlimmste, aber Frau Gastrich erklärte mir vorher immer über drei bis vier Stunden den ganzen Fall, der mit den Briefen zusammenhing. Jedes Mal erkundigte sie sich auch nach dem Wohlergehen meines zuckerkranken Bruders und den beiden Kindern meiner Schwester. Manchmal brachte sie auch Diätbrötchen für Klaus mit oder ließ ein paar Mark zurück, doch jedes Mal, wenn meine Mutter den Flur putzen ging, fragte Frau Gastrich: "Wie geht es denn Ihrem zuckerkranken Sohn?" und meine Mutter antwortete: "Ach, der Junge hat schon wieder ein offenes Bein!" und dann bekam sie wieder Diätbrötchen und alte Apfelsinen.
Von dem Kreditinstitut hatte ich inzwischen einen Brief bekommen. Einen ziemlich dicken Brief; da waren nämlich dreißig Zahlkarten drinnen. Die erste Rate hatte ich auch schon bezahlt, dafür hatte die Versicherung für das Auto nichts bekommen, und die Kraftfahrzeugsteuern hätte ich sowieso nicht bezahlt. Jetzt hatte ich gerade noch so viel Geld, um einen Monat davon leben zu können. Wovon ich die nächste Rate bezahlen sollte, war mir zu der Zeit völlig einerlei. Jedenfalls brauchte ich noch nicht zu arbeiten, und das war gut so, denn in diesen Tagen bekam ich wieder einmal Besuch aus England. Es waren diesmal Bennie und Pauline. Bevor sie bei mir ankamen, waren sie schon quer über den Kontinent gereist und hatten dabei leider ein sehr böses Erlebnis gehabt ...


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